Beitrag von Dr. Bernhard Rosenberger, Gründer und Partner von Rosenberger+Partner, Wiesbaden, 05. Juni 2020

Fokussierung und Entschleunigung – hierzu zwingt uns die aktuelle Krise, meint Dr. Bernhard Rosenberger. Führungskräfte seien hierbei besonders gefordert. Auf dem Weg in die „neue Normalität“ unterstützt das Beratungsunternehmen für Organisationsentwicklung durch Webinare: Sie geben Verantwortlichen praxisnahe Antworten auf wichtige Fragen, um aus der Krise lernen zu können.

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Dr. Bernhard Rosenberger ist Gründer und Partner von Rosenberger+Partner. Die Schwerpunktthemen seiner Arbeit als Berater und Coach sind Führung, Change und Personalmanagement. Für Rosenberger+Partner ist er in den Bereichen Führungskräfte-, Team- und Organisationsentwicklung tätig und unterstützt Klienten auch in persönlichkeitsbildenden Trainings.
www.rosenberger-partner.de

Die Corona-Krise wirkt auf weite Teile der Wirtschaft wie eine Vollbremsung: Von jetzt auf gleich brechen Umsätze weg, es werden Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, und die Sorgen der Unternehmer und Führungskräfte sind mit einem Mal existenziell. Die aktuelle Krise ist ohne historisches Beispiel. Wir können weder absehen, was in den nächsten Monaten auf uns zukommt, noch mit welcher Wahrscheinlichkeit einzelne Annahmen über Risiken zutreffen werden. Die „digitale Disruption“ mutet im Vergleich zur orkanartig über uns gekommenen Corona-Krise wie ein laues Lüftchen an.

(Selbst-)Entwicklung ist der Weg

Kurzum: Alles ist ungewiss. Außer, dass wir als Menschen mit jedem Tag die Lage neu einschätzen und unsere Handlungsfähigkeit zurückgewinnen können. Führungskräfte sind hierbei besonders gefordert. Können sie noch managen? Nein. Können sie noch ihre alte Stärke nach außen zeigen? Nein. Können sie die Mitarbeiter und Teams noch mit Durchhalteparolen bei der Stange halten? Nein. Können sie auf sich selbst schauen, die eigenen Begrenzungen im Handeln begreifen und die eigenen Ängste zulassen – und von dort „auf Sicht“ agieren? Ja!

Im Fokus: Selbstführung, Menschenführung, Unternehmensführung

In solch einer Krise gibt es keine Ausflüchte mehr. Sie zeigt, was wichtig und was verzichtbar ist. Man erkennt, wer oder  was wirklich zusammenpasst. Die Krise zwingt uns zu Fokussierung und Entschleunigung zugleich. Die aktuelle Krise hat zu massiven Veränderungen geführt: Teams sind ganz oder teilweise im Homeoffice, die digitalen Tools gehören zu unserem Alltag, neue Formen der Abstimmung, Zusammenarbeit und Kommunikation haben Einzug gehalten. Wir haben alle einen „Schnellkurs“ in Sachen Krisenmanagement absolviert und dabei viel gelernt. Wie bewahren wir die neuen Erkenntnisse und nutzen sie für die Zukunft? Was behalten wir aus der Nicht-Präsenz-Zeit bei? Was verändern wir dauerhaft? Wie schaffen wir nach der Rückkehr aller Mitarbeiter einen neuen organisatorischen Rahmen und einen neuen Teamgeist? Was ist künftig die richtige Mischung aus flexiblem Arbeiten und einer Fokussierung auf gemeinsame Ziele? Wie binden wir die Kolleginnen und Kollegen (wieder) mit ein, die sich „abgehängt“ fühlen? Und nicht zuletzt: Welche Herausforderungen stehen uns noch bevor, und welche Risiken müssen wir einkalkulieren?

Als Führungskraft die richtigen Schlüsse aus der Krise ziehen

Getrieben durch die Digitale Transformation und die aktuelle Krisensituation durch die Corona-Pandemie verlagern zunehmend mehr Organisationen und Teams – teilweise ohne Vorbereitungs- und Planungsmöglichkeiten – ihren Arbeitsstandort in das Homeoffice. Daraus ergeben sich zwar Vorteile, aber es entstehen auch zahlreiche neue Herausforderungen. Neben organisatorischen, rechtlichen und zwischenmenschlichen Hürden stoßen vor allem Führungskräfte derzeit auf viele ungeklärte Fragen: Wie steuere ich mich und meine Mitarbeiter ohne direkten Zugriff und ohne Kontrollverlust? Wie erzeuge ich Nähe in der räumlichen Distanz? Wie halte ich die Motivation hoch? Wie moderiere und visualisiere ich digitale Sessions und Meetings? Welche technischen und rechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Webinare zeigen nächste Schritte im Führungsalltag

Führungskräfte erhalten schnell und praxisnah Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Beispiel via Webinar. Experten vermitteln wichtige Tipps, die Führungskräfte und andere Verantwortliche bei der Einführung und der Steuerung der Arbeit aus dem Homeoffice beachten müssen: Worauf kommt es beim virtuellen Führen an? Wie lässt sich Effizienz im Homeoffice verwirklichen? Wie ist die virtuelle Teamarbeit zu gestalten und zu steuern? Kontrolle ist gut, aber Vertrauen ist besser: Es gilt, eine vertrauensvolle Ergebniskultur zu pflegen und die Kommunikation auf virtuelle Gesprächstechniken zu erweitern. Versuchen wir es, auf den Punkt zu bringen: Wie fahren wir unser System am besten wieder hoch – nach innen, nach außen? Was können wir beibehalten? Was müssen wir ändern? Womit fangen wir an? ■