Beitrag von Matthias Lapp, CEO und Managing Director der U.I. Lapp GmbH, 21. September 2020

Das Stuttgarter Unternehmen LAPP nimmt die aktuellen Herausforderungen als Gelegenheit zu wachsen – in vielerlei Hinsicht. Firmenchef Matthias Lapp legt in diesem Beitrag seine Erkenntnisse der vergangenen Monate dar.

Matthias Lapp

Foto: Lapp

Matthias Lapp, CEO und Managing Director der U.I. Lapp GmbH. Er ist der Enkel von Ursula Ida Lapp, der 1930 geborenen Gründerin des Unternehmens. LAPP steht für innovative Verbindungslösungen: Kabel, Stecker und Zubehör bis zu komplett integrierten Verbindungslösungen. LAPP-Produkte stecken in Fertigungsmaschinen, Industrierobotern, Bussen und Zügen, Anlagen zur Verarbeitung von Lebensmitteln, Windrädern, Ladesystemen für Elektroautos, Photovoltaik- und Windkraftanlagen, Ölbohrplattformen und anderen Anlagen. Das Unternehmen beschäftigt 4.650 Mitarbeiter weltweit. www.lappkabel.de

 

Das Manövrieren durch die Corona-Krise und die Wirtschaftskrise erfordert unsere ganze Aufmerksamkeit. Dennoch ist es wichtig, ab und zu einen Schritt zurückzutreten und nachzudenken: Diese aktuellen Herausforderungen bieten reichlich Gelegenheit, als Person und als Unternehmen zu wachsen. Deshalb möchte ich fünf Erkenntnisse der vergangenen Monate vorstellen.

Nr. 1: Einheit

Gegenseitiges Vertrauen und Ehrlichkeit: Das gesamte LAPP-Team arbeitet Hand in Hand für unsere Kunden und Partner zusammen – länder-, unternehmens- und abteilungsübergreifend. Dies ist der Kern unseres Erfolgs jetzt und in Zukunft. Wir haben in großartiger Weise gezeigt, wozu wir in der Lage sind; wie stark wir uns hinter einer gemeinsamen Sache vereinen können – diese Energie werden wir gemeinsam als EIN LAPP in die Zukunft tragen.

Nr. 2: Klarheit

Ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass ich neue Ebenen der Transparenz über und zwischen allen Hierarchieebenen beobachtet habe. Sowohl in Bezug auf unsere Vision und Ziele als auch auf eine offene, klare Kommunikation. Ich fördere die Feedback-Kultur und bin seit langem offen, und ich will aber auch ehrlich sein: Auch wenn wir einige entscheidende Schritte gemacht haben, sind Fortschritte schwierig. Dennoch bin ich absolut sicher, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Bei LAPP wird die Offenheit gegenüber Fehlern und Mängeln keine negativen Folgen haben. Wir werden das Unangenehme nicht unausgesprochen lassen – egal, ob mit einem Arbeitskollegen oder dem CEO.

Nr. 3: Schwerpunkt

Alles Überflüssige wegwerfen, sich zu 100 Prozent auf das Wesentliche konzentrieren; unsere Entscheidungen konsequent weiterverfolgen, niemals verlieren lassen; Prioritäten setzen, kontinuierlich in die gleiche Richtung arbeiten: In guten Zeiten vergisst man diese Prinzipien allzu leicht. Der Krisenmodus erinnerte uns alle daran, wie kritisch sie sind. Wir werden sie auch in Zukunft im Gedächtnis behalten.

Nr. 4: Anpassungsfähigkeit

Die Welt bewegt sich vorwärts und gewinnt stetig an Geschwindigkeit – und in vielen Bereichen hat Corona vieles beschleunigt: Digitalisierung, Risikomanagement oder Arbeitsorganisation, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Wandlungsfähigkeit eines Unternehmens bestimmt seinen langfristigen Erfolg – das gilt heute mehr denn je. Deshalb ist die effiziente Anpassung an die immer neue Realität entscheidend: Durch kontinuierliche Verbesserung, durch Offenheit, durch das Erkennen und Nutzen jeder sich bietenden Chance.

Nr. 5: Geschwindigkeit

LAPP ist schneller und anpassungsfähiger geworden – ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals so schnell wie in diesem Jahr waren. Zugegeben, die Volatilität der Krise ließ uns keine Wahl, aber das Potenzial für einen Misserfolg war dennoch enorm. Überall bei LAPP trafen die Menschen mutige Entscheidungen, vertrauten ihren Kollegen und handelten proaktiv und lösungsorientiert.

Fazit: Wir können uns keine Verlangsamung leisten!

Für meine Kunden erstelle ich Fachbeiträge und Anwenderberichte aus dem Bereich der industriellen Automatisierung und komplettiere die Texte durch aussagefähiges Bildmaterial.