Beitrag von Sampath Sowmyanarayan, President Global Enterprise bei Verizon Business, 09. September 2020

Das ausschließlich bürobasierte Arbeiten ist Vergangenheit. Dezentrales, mobiles Arbeiten ist nicht länger ein Benefit für bestimmte Mitarbeitergruppen oder ein bequemes Privileg. In diesem Gastbeitrag erläutert Sampath Sowmyanarayan, President Global Enterprise bei Verizon Business, wie wichtig ein sicheres Netzwerk für die erfolgreiche Flexibilisierung von Arbeitsmodellen ist.

Sampath Sowmyanarayan

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Sampath Sowmyanarayan, President Global Enterprise bei Verizon Business. Verizon zählt zu den größten Unternehmen der Kommunikationstechnologie. Das Unternehmen mit Sitz in New York feierte in diesem Sommer sein 20jähriges Bestehen und ist global vertreten. Sampath Sowmyanarayan führt die Geschäftskundensparte des Telekommunikationskonzerns und verantwortet weltweit die Netzwerk-, Sicherheits- und Kommunikationsdienstleistungen für Geschäftskunden sowie für den öffentlichen Sektor. www.verizon.com

Obgleich das Konzept der Fernarbeit absolut nicht neu ist, hätte noch zu Beginn dieses Jahres vermutlich niemand die durch die Corona-Pandemie und den resultierenden Lockdown verursachte Verschiebung unserer Arbeitsumgebungen vorhersagen können. Ganze Funktionsbereiche vieler globaler Organisationen arbeiten heute dezentral. Und es funktioniert – eine Erkenntnis, die die Art und Weise, wie Menschen über die Arbeitswelt denken, nachhaltig verändern wird.

Sicher ist: Dezentrales, mobiles Arbeiten ist nicht länger ein Benefit für bestimmte Mitarbeitergruppen oder ein bequemes Privileg. Auch ist es weit mehr als nur ein aktuelles Hilfsmittel für Organisationen, die ihr Geschäft wie gewohnt betreiben wollen. Und doch werden gerade jetzt Führungskräfte diesen Wendepunkt nutzen müssen, um ihren Unternehmen im „neuen Normalzustand“ nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.

Homeoffice: COVID-19 verursachte eine Neu-Organisation von Arbeitsprozessen

Bevor das Coronavirus zuschlug, hatte der Anteil der Beschäftigten, die zumindest teilweise dezentral arbeiteten, bereits zugenommen. Dennoch waren die meisten Organisationen der Idee des klassischen Büroarbeitsplatzes weitgehend treu geblieben. Doch warum?

Ein Grund dafür könnte sein, dass Organisationsstrukturen häufig von der Generation der sogenannten „Babyboomer“ geprägt sind – Menschen, die in die Arbeitswelt eintraten, bevor es Mobiltelefone, PCs und das Internet überhaupt gab. Für sie ist das Büro der Ort, an dem die Arbeit erledigt wird. Schon allein das Konzept der Fernarbeit kann bei traditionell denkenden Führungskräften durchaus Bedenken hinsichtlich Produktivität und Motivation aufwerfen. Frei nach dem Motto: Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser.

Aus diesem Grund gehört das Homeoffice bei vielen Unternehmen bisher nicht zu den elementaren Bestandteilen ihres Geschäftsalltags. Gleichzeitig sind es gerade diejenigen Organisationen, die noch weitestgehend auf einem bürobasierten Arbeitsmodell aufgebaut waren, die in den vergangenen Wochen am härtesten um die Einrichtung von Homeoffice-Kapazitäten kämpfen mussten.

Klar ist jedoch auch, dass die vielbeschworene „neue Normalität“ nach der Zeit der durch Corona bedingten weltweiten Lockdowns anders aussehen wird. Die Boston Consulting Group ist überzeugt, dass „der Komfort bei der Fernarbeit unseren zukünftigen Arbeitsplatz neugestalten wird“. Im Klartext bedeutet dies, dass flexible Arbeitsregelungen zunehmend die Norm sein werden.

Neue Normalität bringt neue Herausforderungen

Grundlage dieser neuen Norm wird der sich abzeichnende Einsatz einer Reihe neuer Technologien in Schlüsselindustrien sein, die jetzt Gestalt annehmen. Dazu gehören künstliche Intelligenz (KI) ebenso wie ihre Teilbereiche maschinelles Lernen (ML) sowie die räumliche Erfassung und Kartierung im Bereich Industriedesign.

Konkret bedeuten diese Herausforderungen etwa, dass Mitarbeiter auch an entfernten Standorten Zugang zu Experten benötigen – ebenso wie Call-Center-Betreiber einer Umgebung bedürfen, in der Fragen der Sicherheit und des Datenschutzes Priorität haben. Auch Lehrer benötigen eine digitale Möglichkeit, um dezentral durchgeführte Tests und Prüfungen zu überwachen.

Doch um eine benutzerfreundliche und hochfunktionale dezentrale Arbeitsumgebung zu schaffen, ist es wichtig, mit den Bedürfnissen der Benutzer zu beginnen. Es gilt, eine Benutzererfahrung zu gestalten, die sich durch die unterstützenden Technologien sprichwörtlich selbst legitimiert – indem sie echte Mehrwerte für die Nutzer schafft.

IT-Verantwortliche müssen schnell reagieren

Die große Bandbreite an Herausforderungen, die sich durch ein dezentral arbeitendes Team ergibt, erfordert, dass alle leitenden Mitarbeiter einer Organisation an einem Strang ziehen müssen, um sie gemeinsam zu bewältigen. Entsprechend sollte der CIO proaktiv Neuerungen vorantreiben und die Verbindung zwischen der Technologie-Agenda des Unternehmens auf der einen sowie dem praktischen Vorteil für die Mitarbeiter – etwa durch Arbeitsentlastungen – auf der anderen Seite klar aufzeigen.

Von der Sicherstellung, dass technologische Systeme und Verfahren auf die Geschäftsziele abgestimmt sind, bis hin zur Zukunftsplanung und der brennenden Frage, wie digitale Technologien zu verstehen sind und wie sie kosteneffektiv eingesetzt werden können, spielt der CIO nach wie vor eine wesentliche Rolle.

Die Frage nach dem Status Quo

Wenn es um die Modernisierung der technologischen Infrastruktur geht, ist eine frühzeitige Vorbereitung entscheidend. IT-Verantwortliche sollten sich dabei folgende Fragen stellen:

– Ist die Infrastruktur für den Fernzugriff solide genug, um allen Mitarbeiten dezentralen Zugriff auf ihre Daten zu gewährleisten?

– Sind Kerngeschäftsanwendungen cloudfähig? Oder verlässt sich das Unternehmen als Workaround auf sperrige Lösungen, die nicht benutzerfreundlich sind?

– Können die verwendeten Kollaborationstools mit einer massiven Explosion des Nutzeraufkommens (etwa während eines Lockdowns) fertig werden, wenn Benutzer auf diese Art der Kommunikation und des Datenaustausches umsteigen?

– Ist die geschaffene dezentrale Arbeitsumgebung sicher und mit entsprechenden Sicherheitslösungen kompatibel?

Die Zukunft beginnt jetzt!

Sobald Sie die klassische Büroumgebung um die Benutzergeräte erweitern, ist es unverzichtbar, sichere Netzwerke und Verbindungsmöglichkeiten zum Schutz von Kunden-, Finanz- oder persönlichen Daten zu schaffen. Schon jetzt beobachten wir einen massiven Anstieg von Cyberkriminalität, die die COVID19-Pandemie gezielt ausnutzen will.

CIOs sollten jetzt die Gelegenheit ergreifen, um die Zukunft ihrer Organisation vorzubereiten. Dazu gilt es zu überlegen, wie sich eine Netzwerkarchitektur aufbauen lässt, die sich schnell an die Bedürfnisse unserer neuen, flexiblen und dezentralen Arbeitswelt anpassen lässt.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in folgendem Whitepaper, das in Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group verfasst wurde.